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Wie wir das Krisenmanagement im Krankenhaus sehen

Prävention ist das A und O des Krisenmanagements.

„Warum soll ich mich auf eine Krise vorbereiten, die eventuell nie eintritt?“ Diese Frage hören wir oft – und wir antworten mit einer simplen Gegenfrage: „Sollten Menschen auf Erste Hilfe-Kurse verzichten, nur weil es nicht sicher ist, ob sie jemals in eine Unfallsituation geraten?“ Ein Blick in jede Notaufnahme spricht für sich. Und wie bei der Ersten Hilfe ist auch bei einer Extremsituation im Krankenhaus die Vorbereitung das A und O. Jede Minute zählt. Wer sich in einer akuten Notsituation zum ersten Mal mit Krisenmanagement beschäftigt, der verliert schnell die Kontrolle – und den guten Ruf.

Wer im Vorfeld Vertrauen aufbaut, der profitiert in der Krise.

„Salmonellen-Epidemie im Krankenhaus“ – was für eine Schlagzeile für Lokaljournalisten! Wer könnte es ihnen verdenken, bei diesem Thema aus dem Vollen zu schöpfen? Aber wie sähe es aus, wenn ein Journalist vor wenigen Monaten in die Klinik eingeladen wurde und die neue Radiologie vorgestellt bekam? Was, wenn er regelmäßig Informationen erhält und den verantwortlichen Sprecher des Krankenhauses gut kennt? Er würde sicher dort anrufen und den Fall mit ihm besprechen. Und vor allem: Er würde ihm vertrauen. Kontinuierlicher Dialog mit der Öffentlichkeit ist wirkungsvolle Krisenprävention.