Leistungen
30.07.2012
Jan Manz

"Energiewende ja, aber nicht in meinem Vorgarten" lautet die einstimmige Meinung der Bürger zu wichtigen Energieprojekten. Politik und Unternehmen sind gefordert Projekte kommunikativ zu begleiten, die sie durchführen. Sonst bildet sich Widerstand gegen erforderliche Energieprojekte und es formieren sich Bürgerinitiativen. Das Themenspezial von wbpr 'Einblicke' beschäftigt sich mit Erfolgskriterien für Projektkommunikation. An der Realisierung beteiligte Unternehmen sollten keinesfalls schweigen, aber umso aufmerksamer zuhören – Projektkommunikation muss wissen, wie ihre Projekte von Bürgernbeurteilt werden und worum sich Diskussionen drehen. Lesen Sie mehr darüber im kompakten Vierseiter 'Einblicke Projektkommunikation'.

Um die für die Energiewende erforderlichen Projekte umzusetzen, müssen Bürgerinnen und Bürger, Politik und Unternehmen eine gemeinsame Richtung einschlagen. Wenn einzelne Interessengruppen wichtige Projekte blockieren, kostet das Millionen und gefährdet die Energiewende. Eine Grundvoraussetzung für den Projekterfolg ist daher begleitende Kommunikation. Unternehmen und Bauherren müssen deutlich machen, welche Ziele ein Projekt verfolgt und was es für die Bevölkerung vor Ort bedeutet. Es muss Klarheit über Chancen, Risiken und Folgen herrschen.

Wer schweigt, verliert Vertrauen

Man kann nicht nicht kommunizieren. Stellen Unternehmen nicht rechtzeitig wichtige Informationen für jedermann verständlich zur Verfügung, macht sich die Bevölkerung ihr eigenes – häufig falsches – Bild von der Situation. Die Folge: Eine – bezogen auf das Ziel des Projekterfolgs – gefährliche Mischung aus Unwissen und Vermutungen: Erklären „die“ uns nichts, weil das Vorhaben Gefahren birgt? Schaden „die da oben“ mit dem Projekt unserer regionalen Umwelt? Soll „hier“ nur schneller Profit gemacht werden? Schnell  bekommt ein nützliches und wichtiges Projekt ein schlechtes Image und echte Gegner. Die sind nur selten mit rationalen Argumenten zu überzeugen, wenn sich der Protest einmal formiert hat. Projektstopp und damit verbundene Millionenverluste sind dann kaum mehr abzuwenden. Fazit: Wer bei Projektbeginn schweigt, verspielt seine Chance, Vertrauen bei Bürgerinnen und Bürgern aufzubauen und gefährdet eine planmäßige Projektumsetzung.

 

Debatten mithören – Basis gezielter Projektkommunikation

Projektkommunikation für Energie- und Infrastrukturprojekte beinhaltet ein Mapping aller Stakeholder sowie eine strategische Herangehensweise, die sich an den Projektphasen orientiert. Darüber hinaus sind die Argumente und ggf. geplanten Maßnahmen der Gegner des Projekts kontinuierlich zu beobachten – insbesondere im Social Web, dem Ort der ersten Diskussionen. Unternehmen sind gefordert genau mitzuhören, worüber Interessengruppen im Netz debattieren. Denn was früher an Stammtischen besprochen wurde, wird heute in sozialen Netzwerken diskutiert. Dies ändert die Voraussetzungen grundlegend, denn die Diskussionen sind so jederzeit nachzulesen und kommentierbar im Web. Wer daher die Debatten im Netz durch professionelles Monitoring verfolgt und analysiert, erfährt sehr direkt, was Bürgerinnen und Bürger bewegt und stört – eine zentrale  Voraussetzung für passgenaue Kommunikation. Unternehmen müssen wissen, was in der Bevölkerung über sie geredet wird, um mit der Bürgerkommunikation auf Augenhöhe zu sein und damit die eigene Kommunikation beim Empfänger ankommt.

 

Blogreihe zum Thema

Wir werden hier im Blog in mehreren Beiträgen über unsere Erfahrungen bei derartigen Projekten berichten und freuen uns auf den Dialog mit Ihnen. Als ersten Impuls stellen wir heute das Themenspezial „Einblicke“ zur Diskussion. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung. Weiter

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