Sechs Fragen an
07.04.2014
wbpr

...Dr. Andreas Bachmeier zum Gesundheits-IQ der Deutschen BKK und zum Potenzial von Befragungen

Dr. Andreas Bachmeier, Geschäftsführer wbpr, beantwortet sechs Fragen zum Gesundheits-IQ, den wbpr für die Deutsche BKK entwickelt und durchgeführt hat. Darüber hinaus geht es um Studien im Allgemeinen und ihren Nutzen für die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen.

1. wbpr hat die Idee zum Gesundheits-IQ entwickelt und ihn umgesetzt– wie bewertest Du die umfragebasierte Studie und welchen Mehrwert bietet der Gesundheits-IQ der Deutschen BKK?

Der Gesundheits-IQ vereint drei wesentliche Vorteile: Er bezieht Menschen bei einem Thema aktiv mit ein, das sie persönlich berührt und beschäftigt. Und das dank der Medienpartnerschaft mit einer sehr hohen Reichweite. Aus Sicht der Deutschen BKK vor allem wichtig: Sie dokumentiert über diese Art der Beschäftigung mit dem Thema ihre Kompetenz und Marktpräsenz bei Gesundheitsfragen.

2. Nun zu Studien im Allgemeinen: Bei fast jeder Studie spielt das Eigeninteresse des Initiators eine Rolle, geschönte Studienzahlen sind keine Seltenheit. Sind Studien glaubwürdig?

Das hängt vom Studiendesign und der Erhebungsmethode ab. Grundsätzlich gibt es kommunikativ bei jeder Studie verschiedene Ebenen – einmal die Durchführung der Studie selbst und dann die Platzierung der Ergebnisse. Je stärker schon die Durchführung wirkt – zum Beispiel bei Neukundenbefragungen – umso größer ist der Gesamterfolg.

3. Im digitalen Zeitalter findet man zu jedem Thema zahlreiche Informationen und Meinungen. Warum ziehen Studien noch Aufmerksamkeit auf sich, wenn doch alles online verfügbar ist?

Es geht um die Qualität der Informationen: eine überraschende repräsentative Aussage hat einen hohen Nachrichtenwert für die Medien. Vor allem in Zeiten der großen Informationsflut und Zersplitterung der Kommunikationskanäle gibt es eine große Sehnsucht nach Orientierung – und diese Sehnsucht beantworten unter anderem auch Studien.

4. Welche Geschäftsmodelle eignen sich denn Deiner Einschätzung besonders gut, um Studien durchzuführen?

Das ist keine Frage des Geschäftsmodells sondern eher eine der Zielgruppe. Daran orientiert sich das Design einer Studie. Es gibt im B2B-Bereich höchstrelevante Befragungen von zum Beispiel nur 100 Unternehmen der Kernzielgruppe. Im Consumerbereich sind meist bundesweit repräsentative Befragungen sinnvoll.

5. Wie steuert man in der Konzeptionsphase einer Studie, welche Zielgruppe(n) mit den Ergebnissen erreicht werden?

Da gibt es einmal die Befragung selbst, häufig befragen wir ja die Zielgruppe. Und zum anderen das Ergebnis. Es muss für die Zielgruppe relevant sein und in den Medien, die von ihr wahrgenommen werden, stattfinden.

6. Wann unterstützt eine Studie die Marke des Absenders?

Wenn es seine Kernkompetenz unterstreicht. Seine Bedeutung und Kenntnis in einem bestimmten Markt oder einer bestimmten Branche. Das Ziel ist es, als Deuter und Thought Leader eines Markts wahrgenommen zu werden. Das funktioniert besonders gut, wenn es eine regelmäßig wieder aufgelegte Studie ist, die dann eine fest Größe wird.

 

Die Ergebnisse des Gesundheits-IQ der Deutschen 2014: Hier

 

Sechs Fragen an…

Das Interview-Format „Sechs Fragen an“ beleuchtet aktuelle Themen der Kommunikationsbranche und erörtert Praxiserfahrungen der Geschäftsführer und Senior-Berater von wbpr_ Kommunikation. Die Interviewpartner äußern sich im Wechsel zu Trends und Entwicklungen in ihren Fachkompetenzen und über aktuelle Kundenprojekte. Das Interview erscheint einmal im Monat – im wbpr-Blog und auf den Social-Media-Kanälen.

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